Schildkröt-Puppe
Steh-Puppe mit Kurbelkopf und beweglichen Armen aus Vinyl. Der Körper und die Beine bestehen aus einem anderen Kunststoffmaterial. Die Puppe besitzt blaue Glas-Schlafaugen mit angesetzten Wimpern am oberen Lidrand sowie einem feinen, aufgemalten Lidstrich an den äußeren Augenwinkeln. Der leicht geöffnete, rot bemalte Mund zeigt zwei aufgemalte Zähne. Die ursprünglich dunkelbraune Langhaarfrisur aus in den Kopf eingesetztem Kunsthaar erscheint heute altersbedingt grünlich. Das Haar ist am Oberkopf mit einem roten Gummiband zusammengefasst. Im Rücken ist eine mechanische Puppenstimme integriert. Bekleidet ist die Puppe mit einem weißen Baumwollhöschen und einem rosafarbenen Baumwollkleid. Am Rockteil ist ein weißer Stoffkeil mit gesticktem Blütenfries in Blau, Rosa und Grün eingesetzt. Das Kleid besitzt einen runden Umlegkragen und zwei transparente Zierknöpfe an der Vorderseite; es wird im Rücken mit Druckknöpfen geschlossen. Die Puppe trägt weiße Spangenschuhe aus lackiertem Kunstleder. Am Nacken befindet sich die Prägung der Marke „Schildkröt“ mit dem bekannten Schildkrötensymbol (C im Kreis) sowie dem Schriftzug „Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik 1964“. Weitere Prägungen am Rücken: „44“ und „Made in W-Germany“.
Anfang der 1960er-Jahre stellte die Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik die Herstellung der Schildkröt-Puppen auf neue Kunststoffe um. Statt Celluloid kamen nun weichere Materialien, wie Vinyl und Polyethylen oder Materialkombinationen, zum Einsatz. Diese Puppe entstand kurz vor der Umbenennung des Unternehmens in „Schildkröt AG“.
Schlagworte
Objektdaten
- Höhe 47 cm
- Breite 20 cm
- Tiefe 11 cm




