Hülsenfruchtsortiermaschine
Mechanischer Sortierer zur Reinigung von Hülsenfrüchten und Getreide. Die Maschine ist in ein Stahlblechgestell integriert, dessen Aufbau einem klassischen Nähmaschinentisch ähnelt. Zwischen den Standbeinen befindet sich ein Pedalantrieb (Fußantrieb über eine Tretvorrichtung), der über ein Schwungrad das Sortierband in Bewegung setzt. Auf dem Gestell liegt eine Tischplatte, in die die Sortiereinheit eingelassen ist. Diese besteht aus einem Einfülltrichter, der auf ein schräg gestelltes Förderband mündet. Durch Betätigen des Pedals wird das Band angetrieben. Die zu reinigenden Hülsenfrüchte (Erbsen oder Linsen) gelangen vom Trichter auf das Band und durchlaufen ein sogenanntes Fingersieb – ein Sieb mit flexiblen Metall- oder Holzstiften, durch deren Zwischenräume nur runde oder kleinere Teile fallen können. Gröbere oder kantige Fremdbestandteile bleiben darauf liegen und werden aussortiert. Die gereinigten Hülsenfrüchte rutschen über eine abschüssige Rinne unterhalb der Tischplatte in ein Auffanggefäß. Die Metallteile der Maschine sind rot gestrichen; der Antriebsriemen ist gerissen. Ein Typenschild des Herstellers ist mittig am oberen Rand des Trichters angebracht.
Diese Maschine stammt aus dem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb des Guts Haus Sölde in Dortmund. Der Großbetrieb umfasste Flächen in Dortmund-Sölde, Holzwickede und Altendorf (heute ein Stadtteil von Fröndenberg, Kreis Unna). Das Gut wurde im 19. Jahrhundert von der Familie Schulze-Dellwig geführt, die neben der Landwirtschaft auch wirtschaftlich in Bergbau und Industrie engagiert war und regional eine bedeutende Rolle spielte.
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Objektdaten
- Höhe 86 cm
- Breite 75 cm
- Länge 136 cm


